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Hermann Mensing

 

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Abschied von einem lieben Gefährten

Mensing macht sich ruhig locker
blickt noch mal nach rechts und links
legt die Klöten auf den Hocker
und die Schleife um das Dings.

Gut, denkt er, das lässt sich sehen
wenn auch nicht mehr hundert Pro
sollt' das Ding jedoch nicht stehen
wird's verklagt, in dubio.

Für den Angeklagten, sagt man
doch der senkt beschämt das Haupt
Meister M. geht's forsch an
und legt's Dingsbumms in den Staub.


Wie es guckt und plötzlich zappelt
wie's sich noch mal recken will
doch zu spät, gleich wird's zerhackelt
Ruhe Ding, sei endlich still.

Lass mich bloß damit in Frieden
deine Launen bin ich leid
hattest Zeit genug zu lieben
jetzt heißt's Abschied, sei bereit.

Schade, sagt das Ding, wie schade
meine Klöten hätten was in petto
lass Sie einmal walten noch, die Gnade
dann belohne ich dich Netto.

Nein, sagt M., ich will nicht mehr
oder will ich vielleicht doch
droht dem Ding mit seinem Schießgewehr
schießt und dann ist da ein Loch.

Hach, wie tragisch auch, dies Ende
ging es denn nicht ohne Blut
alles rot, sogar die Wände
Wiedersehn, ich nehm' den Hut.

Mach mich ohne Dings und Klöten
fröhlich auf die Wanderschaft
soll mir doch der Nachtwind flöten
was die Libido nicht schafft.

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