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Cochin

Ich weiß, es gibt viele Städte auf dieser Welt und man kann nicht alle kennen. Aber ich möchte, dass sie unvoreingenommen sind, wenn sie dies lesen. Nehmen Sie also Cochin wie jeden anderen Namen. Cochin ist eine Küstenstadt. Es gibt eine Bucht dort, die ich auf einem Fährboot überquere, nachdem ich einen Tag und eine Nacht im Gepäcknetz eines heillos überfüllten Zuges unterwegs war.

Ich miete mich in ein Guesthouse ein, ich treffe einen Holländer, der mich in den nächsten Tagen begleitet, wir besuchen ein Tempelfest, ein von schweren Gerüchen, blendenden Farben, Trommeln und Zimbeln geprägten Fest, wir zwei sitzen mittendrin, sehen die Elefanten, hören die Musik, sind bis zu den Haarspitzen zugedröhnt und glauben, der Erleuchtung mit jeder Minute näher zu kommen.

Man ist gern dumm, wenn man jung ist. Man verwechselt auch das eine mit dem anderen. Aber das muss so sein. Wenn man seine Dummheiten überlebt, hat man eine Menge gelernt.

Cochin war ein bedeutender Handelsplatz.
Ich glaube, dass von hier alles, was sich aus Kokospalmen herstellen ließ, in die Welt verschickt wurden.
Die Fischer haben merkwürdige Fangmethoden. Am Strand sind in regelmäßigen Abständen wacklige Bambusgestelle aufgebaut. Dreibeinig, fünf, sechs Meter hoch, auf einem Gelenk in der Spitze ist ein weitausladender Arm angebracht, darunter ein mit Seilen auseinander gehaltenes Netz von etwa vier-mal-vier Meter, der Arm hat ein Gegengewicht zur Landseite. Das Netz wird abgesenkt und nach einer Weile wieder emporgehievt. Lazy Mens Fishing, sei das, sagte man uns.

 

 

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