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Von Birganji nach Varanasi

Nach alpinem Land mit nadelspitz kalter Luft endlich die Abfahrt durch unzählige Haarnadelkurven. Nach jeder wird die Luft ölig und wärmer. Nadelholz weicht sattem laubgrün. Am Fuße der Berge (Himalaya) wachsen verlotterte Palmen. Birganji, der Grenzort zu Indien. Es ist Mitternacht. Eine staubige Straße, hoch beladene Lkw, Teestuben, geschäftiges Hin und Her zwischen Grenzen. Ich miete ein Zimmer und falle in unruhigen Schlaf. Am Morgen bringt mich ein Pferdewagen zur Grenzstation. Beleibte Grenzer versuchen jeder Arbeit aus dem Wege zu gehen. Missmutig fertigen sie mich schließlich ab. Im nächsten Bild jagt ein schrottreifer Bus über eine sonngeflutete Ebene. Muzaffapur ist das Ziel. Dort mit einer Rikscha zur Indian State Bank und nach erledigtem Geldtausch zum Bahnhof. Einen halben Tag noch und eine Nacht und ich bin in Varanasi.    

Varanasi

Die Nacht auf dem Dach des Hotels geschlafen. Erholsam im Vergleich zu den Nächten vorher, in denen ich mich mit feuchten Laken zugedeckt hatte, um Abkühlung zu finden. Stand mit dem ersten Licht auf und lief durch die schmalen Gassen hinunter zum Ganges. Auf den Ghats brannten schon Feuer. Saddhus meditierten im Schneidersitz. Geier hockten auf den Dachbrüstungen der höchsten Häuser und warteten. Unzählige Menschen bereiteten sich auf den steilen Treppen am Flussufer auf das Heilige Bad vor. Heute um 18 Uhr verlasse ich Varanasi mit dem Nachtzug nach Agra. Morgen früh werde ich den Taj Mahal besichtigen und anschließend weiter nach New Dehli reisen. Am 9. Mai fliege ich über Moskau nach Frankfurt.

 

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